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Das tänzelnde Pony - Rollenspielforum Für Rollenspielunterhaltungen, die "in-Charakter" durchgeführt werden.

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Old 03-01-2009, 10:58 AM   #1 (permalink)
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Das Bett schien zu wackeln. Ein Erdbeben? Er hatte doch nichts getrunken und doch schien sein Bett zu schaukeln. Es dauerte eine Weile, bis er bemerkte, dass jemand an ihm rüttelte. Verwundert und verärgert zugleich schlug er die Augen auf und blickte geradewegs in das Gesicht der kleinen Hobbitfrau. Diese schaute ihn vorwurfsvoll an und hörte endlich auf an ihm zu rütteln.

"Na endlich. Ihr schlaft aber fest, großer Menschenmann!" sagte sie vorwurfsvoll "Es ist gleich Morgen und ich habe viiiiel zu erzählen, jaja!"
Gleich Morgen? Wie gleich Morgen? Es war bereits am frühen Morgen als er sich endlich zur Ruhe legte. Er schaute zum Fenster, draußen war es nicht viel heller als zu dem Zeitpunkt als er sich schlafen legte. Er seufzte, zog sich die Decke bis zum Hals und setzte sich auf um der kleinen Hobbitfrau etwas über Nachtruhe zu erzählen.
Doch diese schien sich dafür wenig oder besser gar nicht zu interessieren, sprang auf das Bett, setzte sich bequem zurecht, lächelte ihn an und ihr Redeschwall begann.
 
Old 03-01-2009, 10:58 AM   #2 (permalink)
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"Da war ich gestern im Pony, jaja. Ich war auf der Suche nach der Frau Triss, um ihr etwas zu berichten ... aber das ist nun nicht wichtig. Frau Triss war nicht da, aber denkt Euch, der Herr Musikus, Ihr wisst schon, der mit dem feinen Lied über die Felder im Auenland, war in einem unglaublich reichhaltig gefüllten Raum. Lauter Menschen .... ach nein, da waren auch zwei Hobbits. Eine kannte ich nicht und das andere war ein Hobbitmann aus Stadel. Mit dem hatte ich schon einmal ein kurzes Gespräch. Herr Roderiadoc.
Während wir uns unterhielten leerte sich der Raum mehr und mehr, die ganzen Großen gingen und so hatten wir den Raum bald für uns allein, jaja. Es gesellte sich dann noch eine Freundin von Herrn Roderiadoc zu uns. Sie stellte sich mit Frau Nala vor. Und wie durch Zauberei stand plötzlich ein Herr Elb in unserer Mitte, den die anderen auch zu kennen schienen. Das war aber ein ganz normaler Herr Elb, jaja, kein Zauberer oder noch schlimmeres."
Die Hobbit holte irgendetwas aus ihrer Tasche und steckte es sich in den Mund. "Dann erschien noch eine Dame. Augenscheinlich die Liebste on dem normalen Herrn Elb, denn die beiden taten sehr vertraut" Sie verdrehte die Augen. "Naja, irgendwie, ich weiß gar nicht mehr wer den Vorschlag machte, hieß es dann, dass wir doch einmal in den alten Wald reisen könnten um den Herrn Tom zu besuchen. Die Frau Nala eilte sofort um ihr schickes Kleid, welches sie gerade vorgeführt hatte" in der Stimme der klang deutlich hörbar Neid mit "gegen Reisekleidung zu wechseln. Ich folgte diesem Beispiel, damit mein einz... ich meine mein feines Kleid keinen Schaden nimmt auf dem Ausflug."

Der Mann schaute auf das gelb-grün-rote, doch schon recht abgetragene Kleid der kleinen Hobbitfrau und nickte verstehend.
"Der Herr Roderiadoc, die Frau Nala und ich unterhielten uns dann während der schier endlos dauernden Verabschiedungszeremonie der Großen über die allgemeine Verpflegungslage. Nicht das wir während des Ausflugs Hunger leiden. Vor dem Gasthof wurden wir dann noch weiter aufgehalten. Eine Elbe … Elbin? … egal … wurde noch in unseren Reigen aufgenommen. Diese unterhielt sich dann zusammen mit einer Freundin angeregt mit dem normalen Herrn Elb. So verzögerte sich unsere Abreise weiter und wir drei Hobbits waren schon dabei zu überlegen, ob wir die Abschlussfeier nach Ende des Ausflugs nicht auf vor dem Ausflug vorverlegen sollten." Der Mann schüttelte nur fassungslos den Kopf, was die junge Hobbit aber gar nicht zu bemerken schien.

"Endlich ging es dann los. Der Herr Roderiadoc nahm auf dem schlanken Pferd des Herrn Musikus Platz und wir alle hofften, dass dieses dann auch am Ziel ankommt. Warum sind die Pferde der Menschen eigentlich alle so dünn? Bekommen die nicht genug zu fressen?" die Frage schien nur rhetorisch zu sein, denn sie redete weiter ohne eine Antwort abzuwarten "Naja, zumindest schien die Sorge unberechtigt, denn wir erreichten die Hütte von Herrn Tom ohne, dass das Pferd zusammenbrach, jaja. Der Herr Tom geleitete uns auch gleich zu einem Grabmal und nach einer kurzen Ansprache hüpfte er munter davon und lies uns allein. So ein Feigling, jaja!"

Die Hobbitfrau griff in eine Tasche, steckte sich etwas in den Mund und redete kauend weiter. "Egal, wir zogen zum Grab. Leider ließen sich die Großen nicht davon überzeugen, an dem Lagerfeuer, welches kurz vor dem Grabmal flackerte erst einmal eine kleine Pause zu machen. So zogen wir also ohne die doch an sich notwendige Stärkung in den Kampf, jaja." Sie schüttelte scheinbar noch immer fassungslos über diese Weigerung der "Großen" den Kopf.

"Huiui! Da kamen umfangreiche Zwerge auf uns zu und wollten uns den Weg versperren. Pah, wir ließen uns nicht aufhalten, erst recht nicht von finsteren, bauchlastigen Zwergen. Scheinbar hatten die sich in diesem Grabmal häuslich eingerichtet, denn dort standen Möbel herum. Betten sah ich nicht, aber vielleicht schlafen Zwerge ja auf dem Boden, oder? Oder wie? Egal, wir durchsuchten die Kisten und Schränke und nahmen alles mit, was für den Herrn Tom interessant sein konnte. Die Zwerge züchten wohl auch Ratten! Schon seltsam, so Zwerge, jaja." Der Mann wollte etwas erwidern, doch wurde er nach "Ratten leben ..." umgehend unterbrochen. "Dann war da plötzlich ein geschlossenes Tor. Der normale Herr Elb ging vor und ohne lang zu zögern öffnete er es. Er ist sehr mutig, jaja. Schnell versteckten wir uns, denn hinter dem Tor stand ein ganzer Trupp Zwerge, jaja. Zum Glück hatten sie uns noch nicht bemerkt, die waren wohl etwas blind und auch taub, jaja. Gut für uns und Pech für die Zwerge, denn so konnten wir sie überwältigen. Dahann stürzte auf einmal ein Zwerg mit besonders mächtigem Bauch auf uns los. Der konnte wohl nicht zählen oder hatte noch gar nicht mitbekommen, dass seine Gesellen schon am Boden lagen, jaja. Schnell wurde ihm dann klar, dass er uns nicht besiegen konnte und mit dem Ruf ... Ihr könnt mich nicht töten .. lief er einfach davon. Und er hatte sogar recht, jaja. Denn nicht wir töteten ihn sondern so ein paar dürre, halb oder gar ganz tote Menschen, Unholde wohl. Die brachen plötzlich durch die Wand, unter der dann der großmäulige Zwerg begraben wurde. Selbst schuld, jaja.
Die Unholde stürzten sich sogleich auf uns und wir erlösten sie von ihrem Undasein ... heißt das so? Dasein geht ja nicht, die waren ja schon tot. Zumindest sagten das die Großen, ich war ja eher der Meinung, dass die nur vergessen hatten etwas zu essen und nun waren sie bis auf die Knochen abgemagert. Naja, egal." Scheinbar damit ihr dieses Schicksal erspart blieb steckte sie sich wieder etwas in den Mund.

"Wir hörten dann in der Ferne Stimmen und das mit den dürren toten Menschen ... ich meine mit den Unholden … wurde immer schlimmer, jaja. Die kamen nun schon in Einzelteilen auf uns zu. Ohne Kopf oder mit appen Arm und der robbte dann hinterher und griff uns auch an, einfach unglaublich, wenn ich es nicht selbst gesehen hätte… .
Dann versuchten sie uns zu überraschen indem sie sich unter der Erde versteckten. Pfft, davon ließen wir uns nicht beeindrucken, jaja. Bevor sie kopflos davonrennen konnten lagen sie schon in noch mehr Einzelteilen auf der Erde, aus der sie eben noch heraus gekrochen waren." Der Mann schüttelte ob der bildreichen Darstellung nur den Kopf und so langsam verspürte auch er Hunger, doch die kleine Hobbit saß auf der Decke und er hatte auch wenig Lust diese nun zur Seite zu schlagen. Sie kannte keine Gnade und steckte sich wieder etwas in den Mund und kaute ihm ebenso unbewusst wie genüsslich etwas vor.

"Wir kamen dann an eine Treppe und konnten ein Gespräch aus dem Raum unter uns belauschen. Viel bekam ich nicht mit und von dem was ich hörte verstand ich auch nicht alles. Aaaaber, da war eindeutig von Früchten die Rede, jaja. Plötzlich wurde es dunkel, eine Tür fiel zu und es krochen wieder diese Gerippe aus der Erde. Wenig später lagen überall deren Knochen herum. Da die Türe nun verschlossen war oder warum auch immer überlegten die Großen ob wir weitergehen sollten. Sowas, ich wollte doch diese Früchte haben, jaja, schließlich hatten wir noch keine Pause gemacht und ich hatte Hunger. Auch das Lagerfeuer, dass dann entfacht wurde konnte uns Hobbits nicht davon abbringen den Weg weiter fortzusetzen. So zog der normale Herr Elb schließlich die riiiiesige Tür auf und wir weiter.
Wir mussten gar nicht so viel laufen, denn plötzlich kauerte in einiger Entfernung ein Gestalt vor uns und starrte uns an. Wir starrten zurück! Dies veranlasste diese Gestalt und mitzuteilen, dass wir doch vortreten sollten, wenn wir etwas wollten. Der normale und sehr mutige Herr Elb folgte diesem Wunsch und wir folgten ihm." Die Hobbitdame starrte den Mann durchdringend an und rief dann plötzlich "Eine Falle!" Der Mann schreckte zusammen und die kleine Frau lachte laut auf. "Jaja, von überall kamen diese dürren Klappermenschen und der Oberklapperer haute auf den armen Elb ein. Wir kämpfen tapfer und schon lagen alle Schergen des bösen Oberbösen im Staub. Er verhöhnte uns dennoch und meinte wir wären viel zu schwach."

Leise und etwas kleinlaut fuhr sie fort "Ich schlug aufgebracht um mich und ich denke einmal, dass auch die anderen dies taten, viel sah ich nicht, ich bin ja leider recht klein. Naja, auf jeden Fall lag der Böse dann doch endlich tot da und siehe da .... plötzlich erschien auch der Herr Tom, vergnügt wie eh und je, jetzt da der Kampf vorbei war. Typisch!" Sie machte ein empörtes Gesicht, welches sich dann in ein sehr trauriges verwandelte. "Ich suchte noch lange die versprochenen Früchte, doch leider fand ich sie nicht. Schade! Aber zur Entschädigung lud uns der Herr Tom in seine Hütte ein und ich bekam dort dann auch eine Fruchtschale. Und so feierten wir dort sehr ausgiebig diesen insgesamt doch recht feinen Ausflug, jaja."

Der Mann nickt anerkennend und meinte "Das freut mich aber, dass ..." Die Hobbitfrau sprang vom Bett "Ich will dann mal wieder, großer Mann. Ich möchte noch ein paar Bären und Wölfe jagen, da im alten Wald habe ich ein paar recht feine Exemplare gesehen, jaja."
Sie winkte dem im Bett liegenden und sie mit offenem Mund anstarrenden Mann zu und als dieser die Tür zufallen hörte legte er sich wieder hin und schloss mit einem tiefen Seufzer die Augen.
 
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