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Das tänzelnde Pony - Rollenspielforum Für Rollenspielunterhaltungen, die "in-Charakter" durchgeführt werden.

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Old 20-07-2009, 01:46 AM   #1 (permalink)
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Die Tränen des Herrn Eisendorn


Dies ist eine wahre Geschichte über einen treuen Freund, Helden und Krieger: Eisendorn Andertal aus Gondor. Wahr ist sie darum, weil sie Euch etwas über ihn offenbaren wird, das ein gut gehütetes Geheimnis war. Eines, das die Grenzen Gondors noch nie überschritt. Und wahr ist sie darum, weil sie auch die Lippen dieses Freundes selbst noch nie verließ und nur durch einen tiefen Blick in seine Augen erkannt werden kann, denn die Seele der Menschen von Westernis lügt nicht. Und so mag ein jeder selbst wissen, daß hier etwas erzählt werden soll, das etwas ganz Besonderes ist.

Doch zunächst muß ich mich bei meinem geneigten Leser entschuldigen.
Entschuldigen deshalb, weil der Titel, den ich für meine Geschichte gewählt habe, zunächst etwas irreführend wirken mag. Eigentlich kommt keine einzige Träne, die Herr Eisendorn je vergossen haben mag, darin vor. Doch will ich die Empörung gleich beschwichtigen: Herr Eisendorn kommt dafür auf jeden Fall in der Geschichte vor. Sogar recht oft, will ich meinen. Tatsächlich geht es sogar darum, daß Herr Eisendorn noch nie eine einzige Träne geweint hat. So mag mir vergeben sein, daß der gewählte Titel ihn auf den ersten Blick als einen Mann darstellt, der ständig zum Weinen neigt und über den es daher auch nichts anderes zu berichten gäbe. Dem ist mitnichten so. Doch lauschet nun:

Herr Eisendorn ist ein Hauptmann, ein Heermeister Gondors. Und man sagt, dies seien die feinsten und edelsten unter den Männern der Menschen, denn sie sind tapfer und gut. Und ja, das sind sie wirklich. Ich möchte ergänzen, daß sie auch mutig sind, diszipliniert und bisweilen sehr hart gegen sich selbst. Aufopferungsvoll, hilfsbereit und immer stark. Aber muß das nicht auch ein Heermeister sein, werden einige nun fragen. Wie könnte er sonst seine Schar führen und die Seinen beschützen und gewaltige Schlachten überstehen? Ist es also nicht beinahe ein selbstverständliches Ding, daß so einem Manne nicht zum Weinen zumute ist?

Nein, daß er nicht weint, kann auch einen vollkommen anderen Grund haben als seine unendliche Tapferkeit. Um diesen zu beschreiben, muß ich einen kleinen erzählerischen Ausflug unternehmen, fort von allerlei gestandenen Hauptmännern hin zu jenen, die vielleicht eines Tages solche werden wollen: den Kindern von Gondor. Nicht nur erzählt man sich im Westen alte Legenden von Schlachten und Drachen und großen Taten der altvorderen Könige, nein, man bedenkt auch oft die Kinder vor dem Zubettgehen mit Sagen- und Märchenhaftem (nun, im Breeland und in Thal mag man es natürlich ähnlich halten). Sonderlich beliebt sind Geschichten über die gilnib (Anmerkung des Autors: wörtl. übersetzt „kleine Sterne“), eine ganz liebliche und putzige Art von Feen, die in den herrlichen Blumen der Gärten Gondors leben – und ganz besonders gern natürlich auf dem weißen Baum des Königs. Gilnibs sind freundliche kleine Herumtreiber, mit zwei Flügeln auf dem Rücken und langen goldenen Haar, das in der Sonne wie der Glanz von eintausend Sternen funkelt. Sie begleiten gerne die Krieger auf das Feld, um sie zu bewachen und zu beschützen und ihnen leise Mut zuzuflüstern. Natürlich gab es also auch so einen gilnib, der sich dazu hingezogen fühlte, Herrn Eisendorn beinahe überall hin zu begleiten. Man sagte, dieser gilnib habe einen Namen gehabt, den er Herrn Eisendorn manchmal ins Ohr flüsterte: er hieß Nirmi und war ein besonders hübscher gilnib mit großen blauen Augen und einem himmelfarbenen Kleidchen. Aber weil gilnibs eben so klein sind, werden sie von den großen Kriegern nur ganz selten wahrgenommen. Viele von ihnen (und das finde ich ausgesprochen unhöflich und unglaublich!) glauben nicht einmal daran, daß es gilnibs überhaupt gibt.
Von solchem Schlage war auch unser Herr Eisendorn. Er hörte die kleine Nirmi nicht, geschweige denn sah er sie überhaupt! Wenn das goldene Licht, das sie verströmte, wenn sich die Sonnenstrahlen in ihrem Haar fingen, ihn blendete oder in seinem Augenwinkel aufblitzte, so schrieb er das grundsätzlich der strahlenden Pracht von Minas Tirith zu, jener Stadt, in der er eine zeitlang der Garde des Truchsessen diente. Nie wäre unser Heermeister Eisendorn auf den Gedanken gekommen, daß es sich um etwas anderes handeln könnte, als das Licht, das sich in den zahlreichen Fenstern und blank polierten Rüstungen der anderen Krieger spiegelte.
Das stimmte die kleine Nirmi oftmals trüb und sie seufzte dann ganz herzzerreißend, schließlich meinte sie es doch so gut mit Herrn Eisendorn! Aber ihre Zuneigung für den Hauptmann nahm niemals ab und so saß sie weiterhin auf seiner Schulter, oder hinten auf seinem Pferd oder schwirrte um seine Stiefel herum und zog ihn am Hosenbein. Das machte sie besonders gern, vor allem, weil Herr Eisendorn auch dazu neigte, seine Hose aus dem Stiefelschaft schauen zu lassen, weil er so voller Tatendrang war, daß er keine Zeit gefunden hatte, sich ordentlich zu kleiden. Aber Nirmi wurde es eben nicht müde, das Wams zu richten, damit er einen guten Eindruck machte. Der Truchseß von Minas Tirith achtete nämlich ganz penibel auf solche Dinge.

Sie wünschte ihm immer das Allerbeste und so besann sie sich eines Tages darauf, daß, wenn er sie schon nicht sah, wenigstens alle anderen IHN sehen sollten – weil er ja auch so großartig war. Und vielleicht würde er dann ja auch eines Tages an gilnibs glauben und sie einmal anblicken. Hurra!, dachte Nirmi, was für eine feine Idee! Nur – wie sollte sie es anstellen? Tagelang grübelte sie und zerbrach sich den kleinen Kopf, bis ihr abermals eine Idee kam. Schweren Herzens verließ sie Herrn Eisendorn für eine Weile und flog hinauf zur Sonne, um diese zu fragen, ob sie ihr nicht helfen wolle. Auch fragte sie den Himmel und die Wolken und den Regenbogen. Und sie alle sahen die kleine Fee an und fanden sie so niedlich, daß sie ihr ihre Bitte nicht abschlagen wollten und konnten. So war es also an einem lauen Frühlingsabend, als Nirmi sich wieder auf Herrn Eisendorns Schulter niederließ und alle ihre Freunde anrief mit ihrem hellen Stimmchen: die Sonne, die Wolken, den Himmel und den Regenbogen. Und dann wirkten sie einen Zauber, der Herrn Eisendorn fortan umgab.

Wenn er lachte und frohen Mutes war, dann strahlte der Himmel in einem besonders tiefen Blau und der Regenbogen erstreckte sich über den ganzen Horizont, daß das ganze Volk sich an diesem schönen Anblick erfreute. Wenn er siegreich aus einem Kampf wiederkehrte und voller Ruhm und Glück war, so gab sich die Sonne besondere Mühe und schien noch viel heller und wärmer als sonst, daß auch allen anderen warm ums Herz wurde. Wenn Herr Eisendorn müde war und erschöpft, dann wurde der Himmel grau und die Wolken sanken tief auf die Erde herab, so daß auch alle anderen schwermütig wurden und nicht mehr so rechte Lust verspürten, ihrem Tagwerk nachzugehen (bisweilen führte das leider zu einigen Engpässen der Versorgung mit Brot und anderen Köstlichkeiten in Minas Tirith, weil die Bauern das Getreide nur sehr langsam einfuhren).
Und wurde Herr Eisendorn wütend (das wurde es bisweilen sehr!), dann türmten sich die Wolken hoch am Himmel auf und ließen ein Gewitter auf Gondor niedergehen, wie es zuvor noch nie erlebt worden war! Blitze zuckten über das schwarze Firmament und der Donner grollte so ohrenbetäubend, daß es unter den Helmen der Stadtwache nur so widerhallte (es gibt hierzu ein Gerücht, daß Herr Eisendorn einmal so zornig war, daß ein Blitz in die Stadtmauer von Minas Tirith einschlug, der so gewaltig war, daß er einen großen Brocken aus der Stadtmauer sprengte, welcher sich in unzähligen Trümmern noch meilenweit über den Pelennor verteilte. Die große Ebene vor der Stadt war schon gefürchtet genug, weil sie angreifenden Horden keinerlei Deckung bot und diese sofort von den Bogenschützen auf der Stadtmauer niedergemäht wurden – doch fortan barg der Pelennor eben noch eine ganz andere Gefahr: die Orks brachen sich zusätzlich zu dem Pfeilhagel noch die Haxen und Beine, weil sie über die Trümmer stolperten. Vor allem, wenn sie wieder auf der Flucht waren).
Aber am Deutlichsten wurde es eigentlich, wie sehr sich Nirmi um Herrn Eisendorn bemühte, wenn er traurig war. Dann regnete es und regnete und wollte gar nicht mehr aufhören.

So ging es einige Zeit, bis Herr Eisendorn sich langsam zu fragen begann, warum es eben immer zu regnen anfing, wenn er traurig war. Und warum es gewitterte, wenn er sich ärgerte. Das Wetter schien seinen Launen zu folgen und auch, wenn er dies anfangs noch für einen reinen Zufall hielt, so kam er doch eines Tages zu dem Schluß, daß es da einen seltsamen Zusammenhang gab, den er sich natürlich keineswegs erklären konnte. Um ganz sicher zu sein, daß er sich nicht irrte, begann er, das Wetter zu testen: er regte sich auf, dann wurde er traurig und fing dann plötzlich an zu lachen. Und dies alles ganz schnell hintereinander, es dauerte nicht einmal eine Minute. Dazu stellte er sich auf die höchste Zinne der Stadt, um auch den bestmöglichen und weitesten Blick auf den Himmel zu haben. Und tatsächlich: das Wetter folgte ihm. Innerhalb von ein paar Wimpernschlägen donnerte es, begann es zu regnen und dann schien urplötzlich wieder die Sonne. Das machte er eine ganz zeitlang mindestens fünf- oder sechsmal am Tage, bis er wirklich und endgültig überzeugt war, daß er auf einmal für das Wetter verantwortlich schien.
 
Old 20-07-2009, 01:50 AM   #2 (permalink)
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Nirmi freute sich natürlich darüber, denn sie dachte, Herr Eisendorn täte das nur, um ihr ein bißchen zur Ehre zu gereichen, weil er natürlich wissen mußte, daß sie einen Zauber auf ihn gelegt hatte. Daß er eigentlich nur vollkommen verwirrt war, das fiel ihr nicht weiter auf. So schwirrte sie fröhlich wie eh und je um ihn herum und lächelte, wenn es regnete und hagelte und dann wieder die Sonne schien. Und das mehrfach und abwechselnd an nur einem Tag. Herr Eisendorn aber, der traute sich bald gar nicht mehr, zu lachen oder sich zu ärgern und so begann er sein Antlitz zu verschließen, daß ihm niemand mehr die Laune daran ablesen konnte (es soll, so berichten Augenzeugen, an einem Tage im daraufolgenden Sommer beinahe zu einer Katastrophe in Minas Tirith gekommen sein, als Herrn Eisendorns Schlachtroß starb und er so furchtbar traurig war, daß es eine Woche lang in Strömen regnete und zu Überschwemmungen in der Stadt führte. Der Truchseß soll nur noch auf einem Floß sitzend durch seinen Palast gerudert sein).
Daß er schließlich nicht mehr lachte, nicht mehr grinste, auch gar nicht mehr lächelte (zuviel Sonne verbrannte das Getreide auf den Feldern) und schon gar nicht mehr traurig war oder zürnte, bedauerte Nirmi sehr. Sie dachte daran, daß sie ihm vielleicht doch keinen Gefallen getan hatte mit ihrem Zauber und mußte die Sonne, den Himmel und die Wolken wieder bitten, ihn rückgängig zu machen. Ein bißchen betreten schwirrte sie fortan neben Herrn Eisendorn her, mit hängendem Köpfchen und entschuldigendem Blick.

Doch dann.....dann geschah das Wunderbare. Es war ein Moment, wie es sie schon viele gegeben hatte: Herr Eisendorn schritt durch die Stadt und lehnte sich an die Mauer. Er spähte aus dem großen Tor und ließ den Blick über den Pelennor gleiten. Es gefiel ihm, was er sah, aber er traute sich natürlich nicht, es zu zeigen. Da drehte er den Kopf, um sich wieder umzuwenden und sein Blick fiel auf etwas Goldenes und Glitzerndes, das so winzig wie eine Schneeflocke war und vor seinem Gesicht auf- und absauste und kräftig mit einem paar winziger Flügelchen schlug und mit allerkleinsten Ärmchen herumwedelte. „Schneeflocken mit Flügeln und Armen? Die gibt’s doch gar nicht....außerdem ist's ja Sommer....“, brummte Herr Eisendorn, denn er war nicht nur stark, sondern auch ziemlich klug, und so kam ihm (sehr unerwartet) der Gedanke an einen gilnib. Nirmi seufzte laut auf vor Erleichterung. Na endlich! Endlich hatte er sie bemerkt! Und weil er eben auch so klug war, wußte er natürlich sofort, wem er die seltsamen Geschehnisse der letzten Wochen wohl zu verdanken hatte. Entschuldigend blickte er die kleine Fee an und streckte seine große Hand nach ihr aus. Nirmi setzte sich glücklich in seine Handfläche und er führte sie wieder auf seine Schulter, wo sie von nun an ihren festen Platz hatte. Wenn man genau hinblickt, kann man die kleine Nirmi dort immer noch sitzen sehen, auch wenn Herrn Eisendorns Wege ihn natürlich längst aus Gondor fortgeführt haben und er ganz Mittelerde bereist, um große Taten zu vollbringen. Doch Nirmi ist immer bei ihm und man kann sie bei schönem Wetter und viel Sonnenlicht nahe an seinem Ohr sitzen sehen (einige halten das gelegentliche Aufblitzen an dieser Stelle für einen besonders kostbaren Ohrring, den eine der größten und begabtesten Goldschmiedinnen einst für Herrn Eisendorn angefertigt hat – aber ich sage Euch: es ist Nirmi! Jene Goldschmiedin hat übrigens auch nicht das Geringste mit der Autorin gemeinsam...). Seht nur genau hin!

So nahm alles ein gutes Ende. Herr Eisendorn lacht übrigens auch wieder, und das sogar sehr gerne und oft (vor allem, wenn er einen über den Durst getrunken hat...), nur das mit dem Traurigsein und dem Weinen, das getraut er sich immer noch nicht. So mag man es seiner unerschütterlichen Tapferkeit zuschreiben oder aber, nachdem man meine Erzählung vernommen hat, seiner tiefsitzende Angst vor einer neuerlichen Überschwemmung!

~Ende~
 
Old 20-07-2009, 03:44 PM   #3 (permalink)
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Das Lächeln ist fast greifbar. Frech spielt es um die Lippen der jungen Frau die nun zurückgelehnt mit einem Krug Wein vor dem Mann mit den grauen Haaren sitzt, welcher der Erzählung gespannt gelauscht hat. Und doch stellt das Lächeln Fragen, Fragen nach der eben zitierten Geschichte, Fragen ob des Wahrheitsgehaltes und ob des Protagonisten.

„Ich will Dich nicht weiter auf die Folter spannen, liebe Nariena, ist es doch üblich in der Deinen Zunft der Goldschmiede, diese Mär vom Meister zum Lehrling weiterzugeben. Und ebenso nehme ich an, hast Du von eben dieser Geschichte erfahren, beim endlosen Polieren von Achaten und beim endlosen Zwirbeln feinster Goldstränge.

Welche Fragen quälen Dich, was ist es, das in Deinem schelmischen Lächeln bohrend aus Dir heraus will und doch nicht ausgesprochen wird? Welche Gedanken bringen Deine Augen so zum Glänzen wie es kein Edelstein vermag?“

Eben dieses Glitzern funkelt über den Rand des Weinkelches an den Lippen Narienas aus denen aber kein Laut hervorkommen will.

„Wie Du willst, aber erlaube auch mir, bevor ich auf diese Vorkommnisse zu sprechen komme einen Bogen in die Vergangenheit zu schlagen, in die jüngere ebenso bis in die Tage, in der diese Geschichte spielt.“

Wie von allein wandert die linke Hand des Mannes tastend an sein Ohr. Mit einer in Falten gelegten Stirn, als ob er angestrengt überlegt beginnt er zu erzählen.

„Mein alter Ohrring, lieb und teuer ist er mir schon seit langem ein Begleiter. Funkelnd ist er, nicht wahr? Aber natürlich ist er das, wurde er doch in Deinem Händen zu dem, was er heute ist. Gearbeitet aus dem gröbsten was die Stollen den Zwergen bieten und von begabten Händen zu Zierwerk geformt. Aber ich schweife ab, von einem anderen Funkeln ist die Rede.

Tochter Gondors, wie oft musstest Du beobachten wie tapfere Männer Deine Heimat verteidigten? Ob auf den Mauern Minas Tiriths oder im freien Feld des Pelennor bis an die Mauern Osgiliaths und die Ufer des Anduin?

Aufgereiht in ihren strahlenden Rüstungen mit blitzenden Waffen. War nicht sogar Dein Vater einer der Heermeister, die einer Schar von Männern tapfer voranschritten? Du weißt genau wovon ich rede, ich sehe es in Deinem Blick.

Aber was treibt diese Männer? Ist es allein der Sold, der aus einem Mann einen Soldaten macht? Macht Sold einen Soldaten?

Nein meine Liebe, so einfach ist es nicht, erst recht nicht in den Reihen Gondors, hier herrschen andere Werte. Ehre? Natürlich, ein Gefühl das ein jeder Mann kennt. Ja, ein jeder! Wer sich diesem Gefühl nicht bewusst ist kann nur als Knilch oder Tagelöhner, gar als Dieb seinem Tagwerk nachkommen!“

Narienas Blick wandert zum Fenster. Scheint es nur so, oder ziehen Wolken auf während der Mann fast wütend seinen Monolog über die Ehre herunterredet?
 
Old 20-07-2009, 03:46 PM   #4 (permalink)
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„Schon wieder schweife ich ab, nicht des Nichtsnutz Eigenschaften wollte ich aufzählen sondern die, die einen Mannen Gondors ausmachen,

Mut, Tapferkeit, blindes Vertrauen zum Schildbruder an der Seite und bedingungsloser Gehorsam.

Nicht zuletzt, aber bei weitem nicht zuerst steht die Hoffnung. Hoffnung auf den Sieg, Hoffnung das Schlachtfeld aufrecht zu verlassen und die Hoffnung heim zu den Liebsten zu kehren um das vergängliche Gefühl der Sicherheit zu genießen, solange es vorherrscht.

Hoffnung, in wie vielen Handlungen, Ritualen, Blicken, Flehen und Gesten lässt sich Hoffnung erkennen, vielleicht sogar erzeugen?

Ist es das gewissenhafte Schleifen der Klinge, der sorgsame Umgang mit Rüstung und Schild, das Tragen eines Tuches der Liebsten am Herzen oder ein Talisman, ein Schmuckstück, dass Schutz und Sieg herbeirufen kann? Ein glitzerndes Kleinod das über Sieg oder Tod entscheidet? Oder ist es etwas höheres? Wobei höher nicht größer bedeutet.“

Wieder tastet der grauhaarige Mann unterbewusst nach dem Ohrring.

„Nirmi… so so, das ist also der Name des Gilnibs, welcher diesen tapferen Heermeister begleitet hat. Nun meine Liebe, ich mag nicht zu beurteilen, ob es Nirmi gab, noch ob jemals Gilnibs den Ausgang einer Schlacht beeinflusst haben.

Eins weiß ich aber gewiss, und zwar das jedes noch so winzige Kleinod einen Namen trägt, einen Namen der tief mit seinem Träger verbunden ist, den ein jeder Krieger wohlbehütet in seinem Herzen trägt.

Was? Ob ich dieser Heermeister war?“

Kräftig lachend steht der alte Mann auf, die Sonne strahlt durch das Fenster.
 
Old 23-07-2009, 07:40 AM   #5 (permalink)
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Nachdem der Mann seinen Weinkelch aufgefüllt hat nimmt er wieder Platz und berichtet folgendes:

"Hör mal, meine Liebe, es geht ein Gerücht durch die Gassen Brees. Ich habe erst kürzlich davon gehört.

Man munkelt tatsächlich in den Gassen von Bree von einer Gestalt, manche sagen, sie sei ein Geist in Gestalt einer schwarzen Katze - so ein Unsinn, die seit einiger Zeit im Breeland umgeht und Schriften verteilt - welche wohl die Kinder erfreuen, aber die Eltern verärgern. Sogar Bürgermeister Zartlärche soll sie schon einen heiteren Brief untergeschoben haben, der den Leibesumfang seiner Gattin aufs Korn nahm. Aber niemand kennt diese Person. Immerhin soll sie angeblich jenen, die sie gern mag, aber nur freundliche Schriften zukommen lassen. Solchen, die sie nicht mag, entsprechend anderes.

Ich gebe also zu, dass mir selbst die zweifelhafte Ehre einer wohl freundlich gesinnten Schrift zuteil wurde, auch wenn ich keine Ahnung habe, wer diese Katze sein soll. Allerdings hatte ich noch keine Gelegenheit mir selbst weitere Informationen zu dieser Gestalt einzuholen. Bei meinem nächsten Besuch im Pony werden ich Augen und Ohren offenhalten."
 
Old 30-07-2009, 11:53 PM   #6 (permalink)
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*Nariena schmunzelt, nachdem ein nachdenklicher, lauschender Blick aus ihrer Miene gewichen ist. Noch immer umspielen ihre langen, schlanken Finger den Rand des Weinkelches - die samtrote Flüssigkeit darin wiegend. Sie lehnt sich zurück, überschlägt die Beine und setzt den Kelch ab. Eine Hand verbleibt ruhend auf der Tischkante. Sie verengt leicht die Augen.*

Augen und Ohren offenhalten sollte man stets, nicht wahr, mein Freund? Aber sag an, ein Geist ists, der nun diese famose Geschichte in Umlauf bringt? Ein Geist, der aussah wie eine schwarze Katze, so sagt man? Das klingt wirklich nach unglaubwürdigem Gewäsch. Der bedauernswerte Hauptmann, wer auch immer er sei...

*Nariena zwinkert.*

Doch sind wir Leute aus Gondor nicht an Geschichten über Geister gewöhnt? Du weißt von Isildur, einst König in der weißen Stadt, der mit mächtigen Worten ein ganzes Heer verfluchte, welches ihm die Treue versagte - Eidbrecher nennt man sie nun, verdammt, in körperloser Gestalt durch die Zeiten zu wandeln, bis sie ihre Schwüre einst erbringen werden, um dem schamvollen Dasein des Verrates wieder zu entkommen. Welches Kind aus unserer Heimat wurde nicht geschreckt mit den Worten "Sei still, sonst holen Dich die Eidbrecher!". Und...sogar dies kleine Städtchen Bree hier beherbergt einen Geist. Ihr kennt ihn, er weilt in der Gasse unweit des Südtores.
Geister verdienen unser Mitleid, nicht unseren Unglauben. Traurige Gestalten sind es, ruhelos, bis sich eines Tages ihr Schicksal erfüllen mag und sie ihren Frieden wiederfinden. Ich habe auch von der Katze gehört - und bei allem, was wir über Geister wissen, wer kann da schon sagen, ob es sie gibt oder nicht? Ist sie ein böser Geist? Oder ein Guter?

*Nariena lehnt sich leicht vor, stützt die Ellbogen auf die Tischkante und faltet die Hände unter dem Kinn*

Ich habe von Beidem gehört - was soll ich nun an Dich weitergeben, Freund? Willst Du Dich fürchten und die Geschichte vom bösen Geist hören? Oder glaubst Du an das Gute und Dein Ohr lechzt nach einer glücklichen Mähr? Was meinst Du? Was ist wahr? Sag es mir...dann will ich Dir berichten, was ich darüber weiß.
 
Old 03-08-2009, 10:13 AM   #7 (permalink)
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Unschlüssig schlendert der ältere Mann durch den Saal und bleibt seufzend zwischen zwei großen Fässern stehen.

"Gut und böse, ist es nicht so oft diese Frage, die sich quälend vor eine Entscheidung stellt? Sieh Dir nur diese beiden Fässer an, die ein Hobbit hier unter Aufbringung all seiner Kräfte hereingerollt hat.

Eins voll mit feinstem Bier auenländer Braukunst, das andere, wohl nicht minder fein gebraut, oder viel mehr gebrannt. Dennoch ziert ein Totenschädel das zweite Fass.

Aber habe ich nicht schon die schönsten Feste gefeiert und mit diesem Totenschädelgebräu versüsst? Ach, wie lange gab es schon keinen Grund mehr für ein ausgelassenes Fest..."

Der Mann dreht seinen leeren Kelch in den Händen und wirkt abwesend.

"Liebe Nariena, erzähl mir doch die gute Geschichte mir ist fröhlich zumute." sprachs und zapft einen Becher voll Totenschädelbräu.
 
Old 16-09-2009, 05:15 PM   #8 (permalink)
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*Nariena schürzt für einen Moment die Lippen und ihr Blick folgt des Heermeisters Hand, wie sie sich langsam auf den Zapfhahn des Fasses legt und das Bier schäumend in seinen Krug zu fließen beginnt. Es ist ein angenehmes Geräusch, und in der Tat kündet es von Festen, die lange vergangen scheinen. Kaum mehr als eine Erinnerung und kein Gegenstand der Gegenwart oder der Zukunft. Nariena atmet tief ein. Würzig ist die Luft, erfüllt von dem Rauch vieler Pfeifen und dem dunklen Singsang aus Unterhaltungen und Gelächter. Sie wartet, bis ihr Begleiter den Krug vollständig gefüllt hat - so voll, daß etwas von dem Gebräu über den Rand tritt und er schnell abtrinken muß, damit der Gerstensaft nicht über seinen Handrücken läuft. Sie beobachtet, wie er dem Wirt ein paar Münzen auf den Thresen legt und sich ihr dann wieder zuwendet. Mit einem erwartungsvollen Blick, der andeutet, daß sie doch endlich sprechen möge. Doch die junge Frau lächelt nur und legt den Kopf leicht schief. Sie spricht nicht, noch nicht, und ihre Antwort für den Moment ist nur ein Kopfnicken, das den Heermeister auffordert, noch einen Schluck aus seinem Krug zu nehmen. Lieber ists ihr wohl, er spürt den Alkohol in seinen Gedanken, während er ihr lauschen wird. Lieber vielleicht deshalb, weil es ihm dann schwerer fallen mag, sich später an das Gesagte zu erinnern und seinen tatsächlichen Sinn zu erfassen.
Nariena hat diese Geschichte noch nie erzählt, und vielleicht würde sie das auch nie wieder tun. Das Lächeln auf ihren Lippen wird langsam zu einem Schmunzeln, und des Mannes Handrücken, auf dem immer noch ihr Blick ruhte, fährt nun über seinen Mund, den Bierschaum vom Kinn wegwischend. Immer noch sieht er sie an und sie wird nun wohl nicht umhin kommen, endlich einen Anfang zu ihrer Erzählung zu finden:*


Die Mähr vom Geist der schwarzen Katze also...in der fröhlichen Version. So solls denn sein.

*Nariena fährt sich mit der Hand über den Kopf und streift dabei ihre Kapuze nach hinten. Ihr langes, schwarzes Haar kommt zum Vorschein und sie verschränkt die Arme. Sie stehen immer noch bei den Fässern und als sie den Mund öffnet, um zu beginnen, muß sie im gleichen Augenblick einem anderen Gast ausweichen, der sich an ihr und dem Hauptmann vorbeidrängelt, um seinerseits seinen Krug aufzufüllen. Als er es verrichtet hat und sich wieder umdreht, stößt er Nariena unsanft an und sie tritt dem Heermeister auf den Fuß. Auch hält sie sich an seinem Arm fest, um sich abzufangen, und nicht ungebührlich gegen ihn zu prallen. Zorn blitzt kurz in ihr auf, doch ihr Blick bleibt sanft.*

Wißt Ihr...

*...meint sie erneut lächend, als sie sich wieder aufgerichtet hat...*

...ich glaube, mir ist gerade ein ausgezeichneter Anfang für meine Geschichte eingefallen: Katzen mögen es nicht sehr, wenn sie herumgeschubst werden. So höret nun von einer, mit der man genau dies tat - und die darum ewige Rache schwor!



(Fortsetzung folgt)
 
Old 16-09-2009, 11:09 PM   #9 (permalink)
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Von Geistern und schwarzen Katzen

Es ist eine Geschichte über den Aberglauben einfacher Gemüter, die den gebildeten Mann gewiß zum Schmunzeln bringt. Und doch, ganz gleich, wie gebildet er ist und wie sehr er schmunzelt, so kann er nicht umhin kommen jenen Dingen, die Glauben sind, Bedeutung beizumessen. Glauben entsteht durch Worte, ebenso Aberglaube. Doch unterscheidet sich das eine vom anderen dadurch, daß uns der Glaube etwas Gutes verspricht, während der Aberglaube aus der Furcht entsteht. Und Furcht ist eine mächtige Waffe, die das stärkste Herz und das mutigste Gemüt zum Sch****en bringt.

Seht Euch um in diesem Raum: wer von den Bauern, wer von den Kesselflickern, den Schneidern oder gar den Söldnern hat nicht seinen Kindern erzählt: „Sei still und iß Dein Abendbrot, sonst holen Dich die Eidbrecher!“ Wer glaubt nicht, daß der Vollmond nur in besonderen Nächten scheint, in denen unheimliche Dinge geschehen können und wer von uns, der schon Schlachten gefochten und den Weg des Krieges begangen hat, glaubt nicht, daß irgendwo Blut die Erde tränkte, wenn am Morgen eine rote Sonne am Firmament aufgeht?
So mag es sich auch mit kleineren Dingen verhalten. Einer Katze, als Beispiel. Seht die Marktweiber, wie sie die Zeichen gegen das Böse über der Brust schlagen, wenn eine schwarze Katze ihren Weg kreuzt. „Möge Elendil Unheil verhüten und dieses Biest vertreiben.“, so hört Ihr sie flüstern. Woher kommt das nun? Hier in Bree werdet Ihr dies Geflüster oft vernehmen. Ich sage Euch, woher es kommt, denn wie ich Euch zuvor die Geschichte eines edlen Mannes erzählte, so erzähle ich Euch nun die Geschichte eines jungen Mädchens.
Ihr Name ist nicht wichtig, aber der Einfachheit halber und um ihr ein Gesicht zu verleihen, werde ich sie Nandira nennen. Sie mag etwa meine Größe haben, vielleicht ein wenig kleiner. Stellt sie Euch recht mager vor, von geschmeidigem und zartem Bau. Ihr Haar ist lang und besitzt die Farbe von Kohlen und Pech. Woher sie stammt, ist auch unwichtig. Es mag nur darum gehen, daß sie eines Tages nach Bree kam – vor langer Zeit natürlich. Aber sie hat die Stadt nie wieder verlassen.

Ich weiß, eine fröhliche Geschichte sollte es sein – dennoch muß ich sagen, daß Nandira gestorben ist. Da es eine Geschichte über einen Geist ist, ist es also unerläßlich, daß jemand darin zu Tode kommt, das versteht sich. So höret aber nun, wie es dazu kam:

Es gibt Orte, die gibt es gar nicht. Zum Einen, weil sie verschwiegen werden, zum anderen, weil niemand wahrhaben möchte, daß es sie gibt. Solch einen Ort gibt es auch in Bree. Er liegt im Armenviertel und ist ein großes Steinhaus, das drei Stockwerke besitzt und eine dunkle Eingangstüre. Man sieht selten jemanden dort hinein- oder hinausgehen, was daran liegt, das auch nicht jeder dieses Haus betreten kann. Hinein kommt man nämlich nur, wenn man ein bestimmtes Klopfzeichen beherrscht und ein Abzeichen vorzeigen kann, das nur jene bekommen, die sich auf die Schurkerei verstehen. Jenes Haus ist die Gildenhalle der Schurken, Diebe und Schattenpirscher. Nicht gern gesehenes Volk, aber geduldetes. Nicht jeder würde mit dieser Gilde Streit beginnen wollen, denn wie schnell könnte sonst Gift ungesehen seinen Weg in einen Weinkelch finden, nicht? Und nicht jeder würde auf sie verzichten, vor allem das hohe Volk nicht, denn schon oft kam es vor, daß gegen eine entsprechende Aufmerksamkeit in Form schimmernder Goldmünzen gewisse Gefallen getan wurden. Ein kleiner Diebstahl, ein kleiner Streich – die Beschaffung von Informationen. Das ist doch nützlich und gut – und solange kein Schurke, was sie in der Tat selten tun, öffentliches Ärgernis erregt, kann also einfach über ihn geschwiegen und weggeschaut werden.

Nandira gehörte dieser Gilde an. Zurecht werdet Ihr Euch nun fragen, was das alles mit einer Katze zu tun hat. Nun, ich sage es Euch: Nandira hatte eine Katze. Sie hieß Silly. Und ungewöhnlich für eine Katze ist, daß sie Nandira überall hin folgte und sehr an ihrer Besitzerin hing. Vielleicht lag es daran, daß Nandira das Tier einst verletzt am Wegesrand vor der Stadt gefunden hatte. Ihre Pfoten waren verletzt, als sei ein Karren darüber hinweggerollt. Was genau der Katze zustieß, weiß ich nicht, aber ich weiß, daß Nandira Mitleid mit dem Tier hatte und es mitnahm und pflegte. Und als ahnte das Tier, daß es bei seiner neuen Herrin fortan in Sicherheit war, so blieb sie stets bei ihr.
Nandira war oft Gast in der Taverne zu Bree, die auch schon damals „Zum tänzelnden Pony“ geheißen haben mochte. Sie saß oft auf einer der Bänke, die unter den Fenstern stehen und auf die Straße hinauszeigen. Sie beobachtete die Leute auf der Straße und natürlich jene, die Gesellschaft, Trank und Speise und Geschäfte im Pony suchten.
Die Katze saß dabei auf ihrem Schoß und ließ sich den Nacken kraulen. Und wenn sie schnurrte, war Nandira zufrieden und fühlte sich froh.
Nicht selten kam es vor, daß zu später Stunde, wenn sich das Gasthaus allmählich leerte, jemand an Nandira herantrat und ihr etwas zuflüsterte. Meistens wollten die Leute einen Rat, wie man sich ungesehen in ein Haus schleicht, um die Liebste zu besuchen, die unter Obacht eines strengen Oheims stand. Oder sie wollten etwas über verborgene Orte erfahren, die selten jemand aufsuchte und an der man, war die Liebste erst einmal dem Oheim entrissen, ungestört war. Nandira gab viele Auskünfte und ließ sie sich gut bezahlen, schließlich verriet sie ja gut gehütete Geheimnisse.
Das alles war nicht viel, es waren nur die Nöte und Sorgen der Stallknechte und Müllersgehilfen, doch an mehr durfte Nandira sich auch nicht wagen. Sie hatte keinen besonderen Rang innerhalb ihrer Gilde und die wahrlich großen Aufträge und Abenteuer waren den Mitgliedern vorbehalten, die sich schon einen berühmten Namen gemacht hatten und über viel Erfahrung im Schattengewerbe verfügten.
 
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