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Rasse der Elben Für Diskussionen über die Rasse der Elben

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Old 23-06-2010, 11:47 AM   #21 (permalink)
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Aber die Abstammung hat nur was geschichtliches zu sagen oder?
 
Old 25-06-2010, 08:36 PM   #22 (permalink)
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Die Rasse bestimmt die Rassentraits, ergo die Rasse selber entscheidet schn über die ein oder andere Fertigkeit (nix gravierendes, aber Menschen und Zwerge haben doch Vorteile für Tank- und Nahkampfklassen, während Schurken bzw. Elben lieber aus dem Hinterhalt oder aus der zweiten Reihe kämpfen.)
Die direkte Abstammung ob aus Imladris oder Düsterwald hat nur zur Folge das dein Aussehen anders ist, sonst nichts .
 
Old 01-07-2010, 12:49 PM   #23 (permalink)
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*seufz*
jaja, es gibt genügend Brüder von Feanor, Söhne von Manwë, Saufkumpels von Olórin, heimliche Lovers von Galadriel und rechtmässige Könige von the mighty golden wood kingdom, die entthront wurden und nun einen persönlichen Rachefeldzug angetreten haben.

Elben nicht für Nahkampf-Klassen geeignet?
ich finde im Gegenteil elbische Nahkämpfer äusserst gelungen und überhaupt nicht benachteiligt im Vergleich zu Menschen und Zwergen.
 
Old 01-07-2010, 02:33 PM   #24 (permalink)
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Interessanterweise ist man als Elb gleich ein Ketzer und Rassenverräter wenn man nicht EmoKuchelwuschelSchluchzJammerKlag drauf ist.
 
Old 02-07-2010, 09:50 PM   #25 (permalink)
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*lacht*
Ja, Du sagst es.
Allerdings, ich bin überzeugt, dass Tolkien diese Kuschelwuschelemoelben mit einem Stock davongejagt hätte, wenn er davon gehört hätte.
Ich hab mal gelesen, dass er von der verweichlichten Darstellung seiner Elben, wie sie eben sehr oft gemacht wurde, entrüstet war. Daraufhin schrieb er folgendes:

"...[Legolas]...Er war groß wie ein junger Baum, schlank, außerordentlich kräftig, in der Lage, blitzschnell einen großen Kriegs-Bogen zu spannen und einen Nazgûl niederzustrecken, ausgestattet mit der enormen Lebenskraft elbischer Körper; er war so abgehärtet und unempfindlich für Wunden, dass er, nur mit leichten Schuhen bekleidet, über Felsen und durch Schnee ging, er war der unermüdlichste aller Gefährten."

Natürlich sind nicht ALLE Elben Legolas gleich, aber grundsätzlich sieht man ja, was die Aussage dieses Zitates ist.
Weg mit den krankhaften, dahinsiechenden Strumpfhosenelben!
Tolkien möge aufhören, sich im Grabe zu drehen *lacht*
 
Old 22-02-2011, 05:13 PM   #26 (permalink)
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Quote:
Originally Posted by KoenigKeks >
für mich sind Elfen diese kleinen Flügelviecher aus Peter Pan...^^
Sind diese Miniflugviecher nicht Feen?
 
Old 25-02-2011, 01:14 PM   #27 (permalink)
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@ Gorigal
Doch, durchaus. Aber diese Flatterviecher wurden eben früher auch Elfen genannt. Inzwischen hat vermutlich gerade durch den Fantasy Boom (HdR, AD&D, WoW und zahlreiche Fantasy Autoren) jeder das Bild eines Elben vor Augen, wenn irgendwer "Elf" sagt. Von daher wäre diese Trennung zwischen Elf und Elb eigentlich überhaupt nicht mehr nötig.

@ "Alle Elben sind Emo und verheult"
Das ist beispielsweise Silanwen überhaupt nicht. Die ist fröhlich, scherzhaft, neckend und lacht so ziemlich dauernd und die meisten Elben die sie kennt, sind kaum anders. So richtig verheult ist eigentlich niemand, den sie kennt. Klar gibt es immer mal Ereignisse, die sich die Charaktere zu Herzen nehmen, aber ich finde die Grundstimmung bei den Elben eigentlich eher fröhlich, gelegentlich sogar albern.
 
Old 25-02-2011, 02:32 PM   #28 (permalink)
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Wegen der "Flatterviecher" heißen die Elben in der deutschen Übersetzung auch ElBen. Im Englischen Original sind es bei Tolkien auch Elves, daraus wurde in der Übersetzung Elben, weil hier mit Elfen oft "Flatterviecher" assoziiert werden.
Im Englischen sind Flatterviecher und Elfen/Elben deutlicher unterschieden. "Flatterviecher" sind Faerie und Elfen/Elben sind Elves.

Quote:
@ "Alle Elben sind Emo und verheult"
Das ist beispielsweise Silanwen überhaupt nicht. Die ist fröhlich, scherzhaft, neckend und lacht so ziemlich dauernd und die meisten Elben die sie kennt, sind kaum anders. So richtig verheult ist eigentlich niemand, den sie kennt. Klar gibt es immer mal Ereignisse, die sich die Charaktere zu Herzen nehmen, aber ich finde die Grundstimmung bei den Elben eigentlich eher fröhlich, gelegentlich sogar albern.
Tolkien beschreibt die Elben als zugleich fröhlich und traurig.

Last edited by Tatharil; 25-02-2011 at 02:38 PM.
 
Old 26-02-2011, 08:49 AM   #29 (permalink)
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Mit "Emos" hat das ja mal garnichts zu tun. (ich hasse das Wort) Elben haben die selben Gefühle wie Menschen, nur fühlen sie extremer. Wenn sie Lieben tun sie das für immer, wenn sie Hassen vermutlich auch etc. Im Grunde sind sie genau das Gegenteil eines "Emos" dessen Stimmung ja dauernd sch****t.

Sieh es einfach von der Seite, ihre Anzahl wird immer geringer, es gibt nur noch wenige ihres Volkes in Mittelerde. Die Welt wie sie sie einst kannten wird bald ganz vergangen sein, genauso wie vieles das sie erschaffen haben. Abgesehen davon würde ich auch sagen das es auch vom Alter des Elben abhängt. Es gibt Elben die in ihrem Leben soviel Blut und Tod gesehen haben, soviele Schlachten geschlagen haben und trotzdem nichts erreichen konnten außer das Sauron aufs Neue erstarkt. Gerade alte Elben haben vermutlich viele Freunde verloren bzw. nach Westen segeln sehen und sehen zu wie ihr Volk schwindet, bzw. wie die "schnelllebigen" Völker heute die Welt dominieren. Ein Menschenkind ist geboren und wieder gestorben während ein Elbenkind in der Zeit noch nicht mal ausgewachsen ist. Das sind ein paar der Hauptgründe warum viele Elben "traurig" sind.
 
Old 28-02-2011, 09:15 AM   #30 (permalink)
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Zu Elb/Elf:
Linguistisch gesehen ist das Wort "Alb" sehr alt. Es taucht zB.in der Edda auf, wo verschiedene "Alben" beschrieben werden.
Es gibt möglicherweise auch zusammenhänge mit einem der ältesten Namen Britanniens, "Albion", und der generellen Bedeutung, die in dieser Wurzel steckt: Weiss (die Farbe).
Irgendwann hat das Wort "Alb" eine Umformung erlebt und wurde zu Alf, bzw.AElf, danach Elf.
Vermutlich im gesamten ehemals keltischen Raum.
Tolkien selbst war mit dem englischen Wort "Elf" unzufrieden. Auch wenn die Mehrzahl besser klang als die Einzahl (Elves). Mit der deutschen Übersetzung "Elb" war er regelrecht begeistert. Nehmen wir die oben genannten Dinge zur Kenntnis, verstehen wir auch, wieso. Ein sehr altes Wort wurde quasi wiederbelebt dadurch, und ist seltsamerweise nicht in der Originalsprache enthalten.
Wir haben also das einzigartige Privileg, in der deutschen Sprache AElb, bzw.Elb benützen zu können. Dazu denke ich, ist es sinnvoll, die strikte Trennung von Elf und Elb im Deutschen immer im Kopf zu haben. SOnst entstehen sehr komische Mixturen

Zu der Stimmung der Elben:
"...und dann war es ihm, wie er schon einmal in Bombadils Haus geträumt hatte, als werde der graue Regenschleier in silbernes Glas verwandelt und weggezogen, und vor ihm lägen weisse Strände und dahinter ein weites grünes Land unter einer rasch aufsteigenden Sonne."
oder auch:

http://www.youtube.com/watch?v=qt-5nys9-KY

der "graue Regenschleier, der sich in silbernes Glas verwandelt" (im Film sehr schön unterstrichen durch das kaum merkliche, gläserne Leuchten von Glamdring in Gandalfs Hand)
ist ein Prozess, dessen ständiger Wechsel meiner Meinung nach fast wie angegossen zu den Eldar passt.
Niemand von uns ist auch nur annähernd in der Lage, sich vorzustellen, wie es ist, den Wandel der Welt durch die Zeit über einen solch weiten Zeitraum mitzuerleben.
Das Gefühl, das sich dabei langsam einstellt, kann ich mir denken, ist auf eine ganz bestimmte Art und Weise unbeschreiblich, da es Paradoxon vereint und Gegensätze zu einem Einzigen verschmelzen lässt.
Das Lachen eines Elben kann den tiefsten Abgrund des Verlustes und der Zerstörung beinhalten, und der melancholische Blick einer Elbin die lebendigste Heiterkeit eines verspielten Kindes. Bei einer solchen Verschmelzung von Inhalten versagt die Sprache, in der wir uns ausdrücken können. Tolkien hat auch nur annähernd skizziert, er hätte das Kapitel über die Elben viel ausführlicher und präziser gestalten können. Dass er es nicht tat, erscheint zunächst seltsam, aber angesichts der gleichzeitigen ungeheuren Komplexität und totalen, banalen Einfachheit eines elbischen Wesens wiederum logisch.

Heisst für das Rollenspiel:
"Emos" sind so weit entfernt vom Elben wie Neuseeland von Grönland.
Deprimässig herumstehen und herumweinen wie die letzte Schw***el wirkt einfach obszön. Die Stärke eines elbischen Geistes ist derjenigen des menschen erhaben. Krankheiten wie Depressionen oder sonstigen typisch neuzeitlichen Syndromen verfällt sie nicht.
Es kann sehr einfach sein, einen Elben darzustellen, der mit seinen Freunden lachend und singend in einer Allee von Fichten dahinschreitet. Denn gleichzeitig weiss er um den totalen Verlust des Elbischen in absehbarer Zeit... Zeigt er es? Vielleicht nicht.
Es ist schier unmöglich, alle Dimensionen einer elbischen Stimmung herüberzubringen. Stellt man eine dar, kann man aber alle anderen implizieren.
Deshalb finde ich, dass je nach dem das "Weniger = Mehr" -Prinzip sehr förderlich sein kann.
 
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